ICONmediX informiert – Aktuelles zur Coronavirus-Epidemie

Die Coronavirus-Epidemie stellt uns alle vor grosse Herausforderungen. mediX hat sich deshalb entschlossen, hier über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und wichtige Fragen zu beantworten, die uns aus der Praxis erreichen. Die Informationen werden laufend aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

1. Wichtige Mitteilungen

2. Umgang mit Erkrankten/Infizierten

2.1. Ab wann ist eine Person ansteckend?
2.2. Was mache ich als Gesundheitsfachperson nach einem Kontakt mit einer COVID-19 positiv getesteten Person?
2.3. Was ist einer Person zu empfehlen, die erklärt, mit einem COVID-19-Fall in Kontakt gekommen zu sein?
2.4. Sollen gefährdete Personen "krank" geschrieben werden? Sollen/müssen Risikopatienten der Arbeit fernbleiben?
2.5. Wie sollen sich Angehörige von Risikopatienten verhalten?

3. Test auf SARS-CoV-2

3.1. Test auf SARS-CoV-2
3.2. Welche Schutzmassnahmen sind bei Durchführung des SARS-CoV-2-Abstriches in der Praxis erforderlich?
3.3. Was kostet der Test?

4. Praxisbetrieb

4.1. Dürfen Ärztinnen und Ärzte älter als 65 Jahre weiter praktizieren?
4.2. Welche Behandlungen dürfen in Arztpraxen noch durchgeführt werden?
4.3. Wie lassen sich getrennte Patientenkanäle umsetzen?
4.4. Können die Qualitätszirkel weitergeführt werden?

5. Spezielle Patientengruppen und medizinische Fragen

5.1. Was ist bei immunsupprimierten Patienten zu beachten?
5.2. Darf Ibuprofen nicht an Covid 19-positiv getestete Patienten verordnet werden?
5.3. Welche chronischen Lungenkrankheiten bedeuten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?
5.4. Haben Patienten mit Hypertonie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf?

6. Dokumente/Formulare

7. Wichtige Informationsquellen (weblinks)

8. Pressespiegel

9. Impressum

 

1. Wichtige Mitteilung zum Umgang mit Medikamenten für grippale Infekte! (27.03.2020)

Laut Verordnung über die Beschränkung der Abgabe von Arzneimitteln vom 18. März 2020 gilt

  • Ärztinnen und Ärzte, Apotheken und andere Betriebe […] (dürfen) pro Einkauf nur eine Packung abgeben
  • Sie dürfen chronisch kranken Personen […] pro Einkauf […] für eine Bedarfsdeckung von höchstens zwei Monaten abgeben
  • Insbesondere Paracetamol aber auch andere Medikamente, die bei grippalen Infekten zur Anwendung kommen, sollen nur dann verordnet werden, wenn ein klarer medizinischer Bedarf besteht.                                                                                        

Ärztinnenn und Ärzte sind angehalten, hier sorgsamer vorzugehen als gewohnt. Aus verlässlichen Quellen weiss mediX, dass es zu massiven Hamsterbestellungen gekommen ist und scharfe Kontingentierungen drohen ober bereits umgesetzt wurden. Dieses Vorgehen gefährdet die mittel- und langfristige Versorgung.

mediX empfiehlt

  1. Paracetamol primär zur Antipyrese bei > 65-Jährigen oder bei Kontraindikationen für NSAR. Nur noch kleine Packungen von Paracetamol abgeben.
  2. NSAR oder Metamizol (Minalgin, Novalgin) bei Jungen zur Antipyrese
  3. Zurückhaltender Umgang mit Paracetamol in allen Situationen mit schwacher Indikation, Verzicht oder Umstellung wo möglich (insbes. auch Langzeitanwendung ohne klaren klinischen Nutzen)
  4. Abgabe von einzelnen Blistern wäre erwünscht.

 

 

2. Umgang mit Erkrankten/Infizierten

2.1. Ab wann ist eine Person ansteckend? (Stand: 24.03.2020)

Es wird angenommen, dass Erkrankte dann am ansteckendsten sind, wenn sie die stärksten Symptome aufweisen. In manchen Fällen ist eine erkrankte Person bereits vor dem Beginn der Symptome ansteckend. Ob auch infizierte, asymptomatische Personen ansteckend sind, oder wie lange vor dem Auftreten der Symptome eine Ansteckungsfähigkeit besteht, ist noch ungeklärt.

2.2. Was mache ich als Gesundheitsfachperson nach einem Kontakt mit einer COVID-19 positiv getesteten Person?

Gesundheitsfachpersonen, die ungeschützt Kontakt mit einem bestätigen Fall hatten, arbeiten weiter, tragen ständig eine Maske und achten auf einwandfreie Händehygiene. Sie überwachen ihren Gesundheitszustand, bei Auftreten von Symptomen lassen sie sich testen und bleiben der Arbeit fern.

2.3. Was ist einer Person zu empfehlen, die erklärt, mit einem COVID-19-Fall in Kontakt gekommen zu sein?

  • Alle, die mit Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung im gleichen Haushalt leben oder die Intimpartner des Falles, sollten sich freiwillig 10 Tage in Quarantäne begeben –> Anweisungen zur Selbst-Quarantäne (BAG)
  • Hat die Person keine Symptome, ist ein Test nicht indiziert. 
  • Wenn Symptome einer akuten Erkrankung der Atemwege (z. B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen auftreten, sollten
    • Alle Personen selbstständig zuhause bleiben (–> Anweisungen zur Selbst-Isolation)
    • Besonders gefährdete Personen umgehend eine Ärztin/einen Arzt anrufen
    • Alle anderen Personen nur dann eine Ärztin/einen Arzt anrufen, wenn sich die Symptome verschlimmern.

2.4. Sollen gefährdete Personen "krank" geschrieben werden? Sollen/müssen Risikopatienten der Arbeit fernbleiben? (Stand: 24.3.2020 )

Verordnung Corona 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) vom 21.03.20

Abschnitt 5: Besonders gefährdete Personen, Art. 10b Grundsatz

  1. Besonders gefährdete Personen sollen zu Hause bleiben und Menschenansammlungen meiden
  2. Als besonders gefährdeten Personen gelten Personen ab 65 Jahren und Personen, die insbesondere folgende Erkrankungen aufweisen: Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs.
  Art. 10c1Pflicht der Arbeitgeber
  1. Arbeitgeber ermöglichen ihren besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause aus zu erledigen. Sie treffen zu diesem Zweck die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen. 
  2. Können Arbeitstätigkeiten aufgrund der Art der Tätigkeit oder mangels realisierbarer Massnahmen nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden, so sind die Arbeitgeber verpflichtet, mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherzustellen.
  3. Ist es bei besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nach Artikel 10b Absatz 2 nicht möglich, im Rahmen der Absätze 1 und 2 ihre Arbeitsverpflichtungen zu erledigen, so werden sie vom Arbeitgeber unter Lohnfortzahlung beurlaubt.
  4. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen ihre besondere Gefährdung durch eine persönliche Erklärung geltend. Der Arbeitgeber kann ein ärztliches Attest verlangen.

Quelle: Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19)

Musterbrief Beurlaubung gefährdeter Personen (Risikopatienten): Attestvorlage

Praktischer Hinweis

  • Man muss die Verordnung nicht in jedem Fall streng interpretieren. Aber gemäss VO hat der Arbeitnehmer das Recht, sich unter Lohnfortzahlung beurlauben zu lassen, wenn die obigen Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Arbeit nicht erfüllt werden können. Man kann ihm z. B. bei leichter, gut eingestellter Hypertonie erklären, dass in seinem Fall das Risiko nicht erhöht ist. Nach entsprechender Aufklärung kann sich ein Patient bei sonst guter Risikoeinschätzung über die Verordnung hinwegsetzen. Wenn er aber ein Zeugnis wünscht, hat er das Recht darauf. Man attestiert dem Patienten, dass er z. B. Hypertonie hat. Wie lange er fehlt, ist aus unserer Sicht nicht zu beurteilen.

2.5. Wie sollen sich Angehörige von Risikopatienten verhalten? (Stand: 26.3.2020)

Besteht ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko in einem gemeinsamen Haushalt, so sollen die Hygieneregeln wirklich konsequent eingehalten werden. Bei stark erhöhtem Erkrankungsrisiko ist eine vorübergehende Kontaktsperre zu überlegen.

 

3. Test auf SARS-CoV-2

3.1. Welche Patienten sollen getestet werden?

  1. Keine Testung von asymptomatischen Personen
  2. Testung nur von Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (z. B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen und bei gleichzeitiger Erfüllung eines der folgenden Testkriterien
    • Schwere Symptome, d. h. Vorliegen von medizinischen Kriterien für eine Hospitalisierung (z. B. bilaterale Pneumonie, ARDS)
    • Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko (> 65 Jahre, Bluthochdruck, Diabetes, Herz- Kreislauferkrankung, Chronische Atemwegserkrankung, Immunsuppression, Krebs – sofern die Erkrankung relevant ist)
    • Gesundheitspersonal in Kontakt mit Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen oder Gesundheitseinrichtungen.
  3. Behandelnde Ärztinnen und Ärzte können entscheiden, symptomatische Personen zu testen, die diesen Kriterien nicht entsprechen, wenn dies dem Schutz von besonders gefährdeten Drittpersonen dient. Es ist aber hier wie auch ganz generell stets darauf zu achten, dass keine Personen das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen, welche nicht darauf angewiesen sind.
     
    Quelle: Brief «COVID-19 Testung im Kanton Zürich», Schreiben an alle Ärzteschaft im Kanton Zürich
    Video: Durchführung des Coronavirus-Tests in der Praxis.

3.2. Welche Schutzmassnahmen sind bei Durchführung des SARS-CoV-2-Abstriches in der Praxis erforderlich?

Gültig ist die jeweilige kantonsärztliche Regelung

  • Im Kanton Zürich ist die gemäss Kantonsarzt und Spitalhygieniker Prof. Hugo Sax bei der Abnahme des Tests eine chirurgische Gesichtsmaske, Handschuhe  und eine Schutzbrille zu tragen, die nach Flächendesinfektion wieder verwendet werden kann. Weitere Schutzmassnahmen werden nicht empfohlen
  • Es soll mit einem flexiblen Watteträger ein Nasopharyngeal- und ein Rachenabstrich durchgeführt werden (wegen Ressourcenknappheit den gleichen Watteträger für beide Abstriche verwenden). 
    Quelle: Ärzte-Testing «SARS-CoV19 – welches Material in welcher Situation».  
    Video: Durchführung des Coronavirus-Tests in der Praxis.

3.3. Was kostet der Test?

  • Der PCR-Test kostet CHF 180.– + CHF 24.– Bearbeitungstaxe und wird von den Kassen nach Abzug der Kostenbeteiligung übernommen
  • Bei der Testung von medizinischem Fachpersonal geht die Rechnung an den Kanton.

4. Praxisbetrieb

4.1. Dürfen Ärztinnen und Ärzte älter als 65 Jahre weiter praktizieren? (Stand: 24.3.2020)

COVID-19-Verordnung 2 (Art. 10c Pflicht der Arbeitgeber)

  • Bei Arbeitstätigkeiten, die aufgrund der Art der Tätigkeit nur am üblichen Arbeitsort erbracht werden können, sind die Arbeitgeber verpflichtet, mit geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sicherzustellen. Erst wenn dies nicht möglich ist, sind besonders gefährdete Arbeitnehmer (u. a. über 65-jährige Personen) unter Lohnfortzahlung zu beurlauben. (Art. 10c der COVID-19-Verordnung 2)

    Interpretation mediX: Sofern durch geeignete organisatorische und technische Massnahmen die Einhaltung der Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und sozialer Distanz sichergestellt werden kann, können auch über 65-jährige Ärztinnen und Ärzte, sofern sie ihre Arbeitstätigkeit nur in der Arztpraxis erbringen können, weiter praktizieren.

Quelle: Art. 10c1Pflicht der Arbeitgeber

4.2. Welche Behandlungen dürfen in Arztpraxen noch durchgeführt werden? (Stand: 24.3.2020)

  • Praxen von Gesundheitsfachpersonen mit Berufsausübungsbewilligung dürfen grundsätzlich offen bleiben. Es dürfen aber nur noch Untersuchungen und Behandlungen durchgeführt werden, die dringend und nicht aufschiebbar sind. Die vom Bund angeordneten Massnahmen (Social Distancing und Hygienemassnahmen) sind einzuhalten (Art. 10a COVID-19-Verordnung 2)
  • «In der ambulanten Medizin gibt es (aber) eine Menge Konsultationen, die durchgeführt werden müssen, ohne dass man im Voraus weiss, ob es sich um lebenswichtige Probleme handelt, besonders in der Pädiatrie.»
    mediX Kommentar: Somit sind alle Konsultationen mit unklaren Symptomen erlaubt.
  • Patienten mit Husten und Fieber sollen in einem separaten Zimmer mit einer chirurgischen Gesichtsmaske warten
  • Alternativ dazu oder wenn dies aus Platzgründen nicht möglich, kann man Patienten auch draussen an der frischen Luft warten lassen und sie per Handyanruf ins Sprechzimmer bestellen. Damit ist das Infektionsrisiko im Wartezimmer stark reduziert.

Quelle: Erläuterungen zur COVID-19-Verordnung 2

Es gibt Alternativen zur Praxiskonsultation

  • Eine Alternative zur Praxiskonsultation sind Telefon- und Videokonsultationen. Wir haben in einzelnen Praxen bei mediX zürich mit den Videokonsultationen über medicosearch begonnen. Auskunft kann dazu Robin Schmidt geben Robin.Schmidt_at_medix.ch
  • Auch die psychologische/psychiatrische Therapie sollte wenn immer nötig weitergeführt werden. Konsultationen per Video/Telefon machen durchaus Sinn und können dem Patienten angeboten werden.

4.3. Wie lassen sich getrennte Patientenkanäle umsetzen?

Es gibt viele kreative Lösungen für die getrennte Patientenkanäle. Nach Möglichkeit empfehlen wir drei Patientenkanäle, die nicht miteinander in Kontakt kommen sollen

  1. Patienten, die sich nach telefonischer Anmeldung und Beratung für einen Sars-CoV-2-Test qualifizieren
  2. Risikopatienten ohne Infektzeichen
  3. Alle übrigen Patienten.

4.4. Können die Qualitätszirkel weitergeführt werden?

  • Der wöchentliche Qualitätszirkel fällt nicht unter Art. 6 Abs. 1 der COVID-19-Verordnung 2, da es sich hier weder um eine öffentliche noch um eine private Veranstaltung handelt. Sofern die Empfehlungen betreffend Hygiene und sozialer Distanz eingehalten werden können (vgl. Art. 6 Abs. 4)
  • Wir empfehlen, die QZ weiterzuführen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Die QZ bieten auch die Gelegenheit, über aktuelle Fragen der Corona-Epidemie zu sprechen. Die Teilnahme ist natürlich freiwillig und es ist den einzelnen QZ-Leitern überlassen, bei sehr tiefer Beteiligung die QZ ausfallen zu lassen. Einzelne QZ werden schon als Online-QZ angeboten. Das ist eine gute Alternative zur physischen Präsenz.

5. Spezielle Patientengruppen und medizinische Fragen

5.1. Was ist bei immunsupprimierten Patienten zu beachten? (Stand: 23.3.2020)

Die Rheumatologie des USZ hat ein Merkblattt Vorsichtsmassnahmen für immunsupprimierte Patienten verfasst

  • Es gibt noch keine ausreichenden Erfahrungen zum Krankheitsverlauf mit dem aktuellen Coronavirus bei Immunsupprimierten
  • Die Therapie mit Immunsuppressiva sollte nach jetzigem Stand NICHT vorsorglich unterbrochen werden, da der Schaden einer möglichen Aktivierung der Krankheit bei Unterbruch überwiegt. Bestimmte Immunsuppressiva werden bei schweren Fällen sogar als mögliche Therapie eingesetzt, um die gefährliche Entzündungsreaktion des Körpers zu unterdrücken
  • Beachten Sie die zusätzlichen Massnahmen nach Ausrufung der «ausserordentlichen» Lage am 16.3.20 (vgl. Massnahmen BAG unter www.bag.admin.ch) 
  • Bleiben Sie zu Hause
  • Prüfen Sie mit Ihrem Arbeitgeber die Möglichkeit zum Home-Office. Ist dies nicht möglich, sollten sie vom Arbeitgeber gemäss der Verordnung 2 Art.10c (Massnahmen zur Bekämpfung des neuen Coronavirus vom 16.3.2020) unter Lohnfortzahlung beurlaubt werden. Der behandelnde Arzt kann die Zugehörigkeit zur Risikogruppe schriftlich attestieren (es handelt sich nicht um ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis)
  • Meiden Sie besonders öffentliche Verkehrsmittel
  • Lassen Sie eine Freundin oder einen Nachbarn für Sie einkaufen
  • Vermeiden Sie geschäftliche Treffen. Für Sie ist Home-Office obligat
  • Vermeiden Sie auch private Treffen und Besuche iwo immer möglich 
  • Vermeiden Sie besonders Kontakte mit an einer Atemwegsinfektion/Fieber erkrankten Person.

Merkblatt für Patienten: Immunsuppression und Coronavirus (19.3.2020)

5.2. Darf Ibuprofen nicht an Covid 19-positiv getestete Patienten verordnet werden? (Stand: 23.3.2020)

Ibuprofen kann auch an Corona Infizierte/Erkrankte verordnet werden. Eine zwischenzeitliche Warnung wurde von der WHO aufgehoben. Auch ACE-Hemmer und Sartane können verordnet werden.
Quellen:  WHO – Ibuprofen und Coronavirus. Merkblatt NSAR (USZ), 21.3.2020

5.3. Welche chronischen Lungenkrankheiten bedeuten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf? (Stand: 22.3.2020)

Die Schweizerische Gesellschaft für Pneumologie hat in einer Stellungnahme erläutert, welche Erkrankungen derzeit zu den chronischen Lungenkrankheiten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer SARS COVID-19 gezählt werden und welche nicht dazu gehören –> SGP-Mitteilung vom 18.3.2020.

5.4. Haben Patienten mit Hypertonie ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf? (Stand: 24.3.2020)

 Stellungnahme der Schweizerischen Hypertonie Gesellschaft (SGH) 

  • Es gibt derzeit keine Evidenz, dass Patienten mit arterieller Hypertonie ein höheres Risiko haben, sich mit COVID-19 zu infizieren.  
  • Hypertonie per se scheint keine Ursache für einen schwereren Verlauf der COVOD-19-Erkrankung zu sein.       

Einzelheiten siehe  Stellungnahme der SGH​ v. 19.3.2020.

6. Dokumente / Formulare

Meldeformular bei positivem Befund

Das Meldeformular zum klinischen Befund nach positivem Laborbefund muss im Falle einer Hospitalisation oder bei Todesfall innert 24 Stunden an das BAG und den Kantonsarzt geschickt werden. Offiziell sind diese Behörden nur per Fax erreichbar. Die E-Mail-Adressen lauten

Vergütung der Analyse SARS-CoV-2

Beim Laborauftrag muss folgendes vermerkt werden

  • «Krankheit»: Krankheitssymptome und Komplikationsrisiko, Rechnung an Krankenkasse
  • «Anordnung Kantonsarzt»: Bei der Testung von medizinischem Fachpersonal geht die Rechnung an den Kanton
  • «Wunsch Patient»: Wunsch ohne Notwendigkeit Rechnung an Patient/in (Einzelperson). Diese letzte Option ist im Moment aufgrund fehlender Ressourcen schweizweit nicht verfügbar.

Verrechnung der Durchführung des Abstrichs

  • Wir empfehlen, eine normale Konsultation mit der aufgewendeten Zeit zu verrechnen und die Notfalltaxe nur in Ausnahmefällen bei unverzüglicher dringend notwendiger Behandlung einzusetzen.
    Siehe PDF «Vergütung der Analyse SARS-CoV-2».

Vorlage für Merkblatt Palliative Care bei Covid-19

Musterbrief Beurlaubung von gefährdeten Personen

Anordnungen an die Alters- und Pflegeheime betreffend Coronavirus-Patienten der GD Zürich

Infobrief Nr. 3: Umgang mit Coronavirus in den Alterszentren Stadt Zürich, Behandlungsplan und Ärztliche Notfallanordnung

Informationen der Fachgesellschaft Palliative Geriatrie 

7. Wichtige Informationsquellen (weblinks)

8. Pressespiegel

9. Impressum

Verantwortlich für den Inhalt: Dr. med. Felix Huber, Dr. med. Leander Muheim 

Text und Gestaltung: Dr. med. Uwe Beise, Dr. med. Maria Huber

Kontakt: felix.huber_at_medix.ch