Dyspepsie (Oberbauchbeschwerden)

Erstellt von: Markus Fliegner, Felix Huber, Uwe Beise|Zuletzt revidiert: 06/2018

Inhalt

1. Dyspepsie – Definition, Ätiologie, Abklärung

Definition

  • Dyspepsie, akut oder chronisch, ist ein Sammelbegriff für abdominelle Beschwerden, die Patient oder Arzt im Oberbauch lokalisieren. Die Symptome sind vielschichtig (z. B. Aufstossen von Luft oder Säure, epigastrischer Schmerz/Druck, frühes prandiales Völlegefühl, Übelkeit)
  • „Dyspepsie" ist ein Symptome beschreibender Oberbegriff und nicht gleichzusetzen mit der Diagnosekategorie „Funktionelle Dyspepsie, Reizmagen" (s. Kap. 2).

Epidemiologie

  • 5–11 % der Weltbevölkerung zeigen obige Symptome (Männer = Frauen) (48).

Ätiologie/Differentialdiagnosen

  • Funktionelle Dyspepsie, Motilitätsstörung: 60–80 %
  • Gastroösophagealer Reflux (GERD, NERD): ca. 15 %
  • Ulkus duodeni oder ventriculi: 10 %
  • Intoleranzen/Allergien (Laktose, Fruktose, Zöliakie, Nicht-Zöliakie-Weizen-Intoleranz)
  • Gastritis (A, B oder C)
  • Gallenerkrankung (Lithiasis)
  • Pankreaserkrankung (Entzündung, Insuffizienz, Neoplasie)
  • Unerwünschte Wirkung (UEW) von Medikamenten (z. B. orale Eisensubstitution, Antibiotika, NSAR, Metformin, Liraglutid)
  • Extraintestinale Differentialdiagnose: KHK
  • Ösophageale Motilitätsstörungen (Achalasie, Spasmus)
  • Maligne Erkrankungen (Ösophagus, Magen, Leber, Galle, Pankreas): 2 %.

Initiale Abklärung dyspeptischer Beschwerden

  • Anamnestisch hilfreiche Informationen:
    • Beschwerdedauer: Seit Jahren oder erst seit kurzem, schon immer gleich oder neuer Charakter
    • Timing, Intensität und Charakter: Im Tagesverlauf zunehmend, postprandial, nächtlich weckend, Krampf, Kolik
    • Lokalisation: Retrosternal, epigastrisch, subkostal, Projektion in rechte Schulter, Head-Zone, gürtelförmig
    • Assoziation: Aggravation durch Nahrungsmittel (orales Allergiesyndrom, Laktose, Fruktose, Smoothies), Konsum von Stimulanzien (Kaffee, Schwarztee, Nikotin), Medikamente (NSAR, Liraglutid, Makrolidantibiotika, Alendronat), Zusammenhang mit Auslandreisen/Infekten (postinfektiöse Motilitätsstörung), Linderung durch Milch (Reflux)
    • Überlappung zu Symptomen des unteren GI-Traktes (Reizdarm: Blähungen, Rumoren, veränderte Stuhlfrequenz, -konsistenz)
    • Systemerkrankung: Diabetes mellitus, Neuropathie, Amyloidose
    • Familienanamnese: Gallensteinleiden, Malignome, HP-Infekte, Porphyrie
    • Soziokultureller Hintergrund: HP-Prävalenz, psychosoziale Belastungsfaktoren (Aggravation einer FD), Migration (u. a. Antibiotika-Exposition).
  • Beachte: Allein klinisch ist eine Unterscheidung zwischen den Ursachen der Dyspepsie nicht möglich. Zur differentialdiagnostischen Abgrenzung sind deshalb laborchemische und apparative Methoden nötig. Ohne Alarmsymptome ist eine maligne Erkrankung unwahrscheinlich (7, 8). Bei Vorliegen nur eines Alarmsymptoms beträgt der PPV für das Vorliegen eines Magenkarzinoms erst 3 % (8). Aber andersherum gilt auch: Die Sensitivität von Alarmsymptomen liegt zwischen 0–80 % (ihr Fehlen lässt damit keinen Ausschluss eines Magen-Ca zu) (6).

Warnsymptome und -hinweise

  • Anamnese
    • Höheres Lebensalter bei Erstmanifestation
    • Kontinuierliche Aggravation der Beschwerden
    • Konstante Lokalisation an einem bestimmten Ort (Gallenstein, Malignom?)
    • Inappetenz
    • Nächtlich weckende Beschwerden
    • Belastende Familienanamnese für Malignome (junges Alter bei Manifestation in der Familie, HNPCC/Lynch).
  • Klinische Zeichen
    • Dysphagie, Odynophagie, Bolusereignis (z. B. Eosinophile Ösophagitis, peptische Stenose, Soor, Malignom)
    • Erbrechen
    • Gewichtsverlust
    • Ikterus
  • Labor
    • Anämie, Eisenmangel, Vitamin B12-Mangel (z. B. bei autoimmuner oder atropher Gastritis, chronisch entzündliche Darmerkrankung [CED])
    • HP-Nachweis.
  • Untersuchungen nach klinischem Verdacht

Fragestellung

Untersuchung

Chronische Blutung

Hämatogramm, Ferritin, Transferrinsättigung

Leber, Galle, Pankreas

ASAT/ALAT, Gamma-GT, Amylase, 5-ALA

Systemerkrankung

TSH, HbA1c, Elektrophorese, ANA

Entzündliche Darmerkrankung

Zöliakie-Serologie, Calprotectin, Ferritin, Vit B12 und assoziierte Parameter (Folsäure, Methylmalonsäure)

Nahrungsmittelintoleranz

H2-Atemtest (Laktose, Fruktose)

Leber, Galle, Pankreas, CED

Sonographie

Reflux, Entzündung, Helicobacter pylori, Laktose-Intoleranz, Ulkus, Malignom, Zöliakie

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie mit Histologie

Helicobacter pylori

Stuhltest, Atemtest, Histologie während Gastroskopie

Ösophageale Motilitätsstörung

pH-Manometrie, Breischluck

2. Funktionelle Dyspepsie (Reizmagen)

Definition/Diagnose

  • Diagnosekriterien (mindestens ein Kriterium muss erfüllt sein) für eine funktionelle Dyspepsie (FD) nach Rom-IV-Kriterien:

Mindestens ein Symptom muss erfüllt sein

und

In der Abklärung inkl. Gastroskopie keine Hinweise auf eine strukturelle Erkrankung

Symptomdauer:

  • Mind. 6 Monate vor Diagnosestellung begonnen
  • > 3 Monate anhaltend
  • > 3 Tage / Woche

Postprandiales Völlegefühl

Frühzeitiges Sättigungsgefühl

Schmerzen und/oder Brennen epigastrisch

Anmerkungen: Die funktionelle Dyspepsie (Reizmagen, Symptombezug auf den oberen GI-Trakt) ist viel weniger erforscht als der Reizdarm (Symptombezug auf den unteren GI-Trakt).

Pathogenese

Ist nicht abschliessend geklärt. Einflussfaktoren sind:

  • Viszerale Hypersensitivität: Wahrnehmungsschwellen für Dehnungs- und Schmerzreize sind fälschlich herabgesetzt, so dass Reizwahrnehmungen an sich physiologischer Stärke durch das „little brain of the gut“ überbewertet werden
  • Motilitätsstörung: von Magen (fehlende Relaxation, Akkomodation, Peristaltik, Entleerung, Öffnung des Pylorus) und Dünndarm; postinfektiöse Motilitätsstörung
  • Helicobacter pylori-Infektion: Bei dyspeptischen Beschwerden und HP-Nachweis hilft eine Eradikation jedem 10.–20. Patienten (11)
  • Psychische Faktoren (12): Bei koexistenter psychologischer Morbidität können trizyklische Antidepressiva oder Antipsychotika wirksam sein; SSRI sind unwirksam.

Diagnostik

  • Die abgesicherte Diagnose einer funktionellen Dyspepsie erfolgt über den Ausschluss der Differentialdiagnosen (–> s. Kapitel 1) in einer auf den Patienten zugeschnittenen Abfolge
  • Dies kann bedeuten, die notwendigen Abklärungsschritte (Labor, Stuhltest, Sono, Gastro, ggfls. Atemtest) sequentiell bei mehreren Konsultationen durchzugehen und den Patienten (ohne Risikofaktoren) zwischenzeitlich unter der Arbeitsdiagnose not-investigated-dyspepsia (NID) laufen zu lassen, oder aber (bei Vorliegen von Risikofaktoren oder auf Wunsch) die Abklärungsschritte an einem Termin zu bündeln.

Anmerkungen:

  • Einfache zweidimensionale Abklärungsalgorithmen werden der Komplexität nicht gerecht und können deshalb nicht empfohlen werden
  • Für Verwirrung sorgt eine aktuelle US-amerikanische Leitlinie (43), nach der Patienten mit Dyspepsie erst ab > 60 J. primär gastroskopiert werden und vorher zunächst andere diagnostische und therapeutische Massnahmen (inkl. Psychotherapie!) durchgeführt werden sollen. Dieses Vorgehen ist nicht auf europäische und schweizer Verhältnisse übertragbar
  • Die vor allem in englischsprachigen Ländern propagierte Test-and-Treat-Strategie der HP-Infektion (bei dyspeptischen Beschwerden zunächst den HP-Status zu erheben und ggfls. eradizieren) weist gegenüber einem Scope-and-Treat (Evaluation des HP-Status anlässlich einer primären Endoskopie, die auch die übrigen differentialdiagnostischen Aspekte klärt) keine wesentlichen Vorteile auf (52).

Therapie

  • Da funktionelle Abdominalbeschwerden häufig einen langjährigen Verlauf und keine eigentliche Heilung zeigen, sind wichtige Bestandteile der Behandlung:
    • Die differentialdiagnostische Sicherung als Basis eines stabilen Vertrauensverhältnisses
    • Die Aufklärung über die pathophysiologischen Konzepte der Erkrankung
    • Die Relativierung überhöhter Ansprüche an einen Behandlungserfolg
    • Der Hinweis auf natürliche Undulation der Krankheitsintensität (Phasen von Beschwerdearmut, -freiheit wechseln mit intensiveren Beschwerden)
    • Hinweis auf die quoad vitam günstige Prognose
    • Verhaltensratschläge: Bewegung, Stressabbau, Zeit nehmen fürs Essen, Hinsetzen, Kauen, Reduktion fettreicher Speisen, Beachten individueller Unverträglichkeiten, Stuhlgang „ritualisieren“, Eigenverantwortung
    • Abraten von unsinniger oder auch wiederholter Diagnostik (z. B. serologische Allergietests, „orthomolekulare“ Stuhl-, Mikrobiom-Analyse, wiederholte Endoskopien)
    • Abraten/Relativieren von unsinnigen/unerprobten Diäten oder Therapien (z. B. Prä-, Pro-, Symbiotika, Darmpilzsanierung).

Pharmakotherapie

Die Auswahl der Medikamente kann nach dem prädominanten Symptom erfolgen:

Phytotherapeutika (22, 23)

  • STW5 (Iberogast®): aethylischer Auszug aus verschiedenen Pflanzen (Angelikawurzel, Kamillenblüten, Kümmelfrüchten, Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Pfefferminzblättern, Schöllkraut und Süssholzwurzel); Multi-Target im GI-Trakt (motorische Aktivität, Säuresekretion, Mukosaprotektion)
    Dosierung: 3 x 20Tr./d zu den Mahlzeiten
    Wirksamkeit: Nach 2 Monaten ist ein Therapieansprechen (gegenüber Plazebo) bei ca. 30 % zu erwarten
  • Für andere pflanzliche Mittel wie Pfefferminzöl, Kümmel oder Artischocken liegen nur kleine Studien vor.

Protonenpumpenhemmer

  • Sind wirksamer als Plazebo (NNT: 11), unabhängig von Dosis und HP-Status. Insgesamt ist der Effekt bei dieser Indikation aber eher klein (44), wahrscheinlich nur geringe Überlegenheit gegenüber Prokinetika
  • Dosierung: z. B. Pantoprazol 20 mg 1 x/d 30 min vor einer Hauptmahlzeit; bei guten Ansprechen stellt sich aber die Frage, ob nicht doch eher eine GERD vorliegt als eine FD.

H. pylori-Eradikation

  • Erfolgsaussichten nicht sehr gross (NNT: 14), aber aus verschiedenen Gründen ggfls. einen Versuch wert (11); Schemata siehe unter Ulkusleiden.

Prokinetika

  • 1/3 der Patienten haben eine gestörte Magenentleerung; Prokinetika sind wohl am ehesten wirksam bei Übelkeit, postprandialem Unwohlsein oder vorzeitigem Sättigungsgefühl. Die Datenlage ist unsicher (Publikationsbias) (17)
    • Domperidon: für eine Woche Versuch mit 3 x 10 mg/d vor den Mahlzeiten, KI bei Rhythmusstörungen, weniger extrapyramidale UEW als Metoclopramid (18)
    • Metoclopramid: 3 x 10–20Tr./d vor den Mahlzeiten.

Psychotherapie

  • Im Einzelfall zu erwägen – bei motivierten Patienten, wenn entsprechende Stressoren verdächtigt werden oder Angst und Depression bestehen (24, 25).

3. Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) (1, 2, 28)

Definition/Epidemiologie

  • Weltweit besteht eine GERD-Prävalenz (Refluxsymptome > 1 x/Woche) von 13 %, mit grossen geographischen Schwankungen (Südosteuropa > 25 %, Frankreich < 10 %) (45)
  • Übergewicht und Tabakrauchen sind stark mit Refluxsymptomen assoziiert und beeinflussbare Risikofaktoren
  • 75 % aller Schwangeren leiden unter Reflux.

Der Begriff GERD subsummiert:

1. Erosive Refluxösophagitis (ERD)

  • Refluxerkrankung mit endoskopisch nachweisbarer Läsion (Erosion, Striktur, Barrett-Ösophagus). Weniger als 50 % aller Patienten mit typischen GERD-Symptomen haben endoskopisch erkennbare Schleimhautläsionen (17)
  • Risikofaktoren: Hiatushernie, Kaffee, Alkohol- und Nikotinkonsum, Übergewicht, männliches Geschlecht und HP-Negativität.

2. Nicht erosive Refluxkrankheit (NERD)

  • Refluxerkrankung ohne endoskopisch nachweisbare Läsionen. NERD kann die Lebensqualität ähnlich stark beeinträchtigen wie ERD; > 50 % aller Patienten mit typischen GERD-Symptomen haben keine endoskopisch erkennbaren Schleimhautläsionen
  • Risikofaktoren: Fehlen einer Hiatushernie, niedriger BMI, HP-Infekt, weibliches Geschlecht und jüngeres Lebensalter.

3. Hypersensitiver Ösophagus

  • pH-metrisch/manometrisch nachgewiesene Beschwerdeassoziation mit Refluxepisode.

4. Extraösophageale Manifestationen

  • Laryngitis, chronischer Husten, Asthma und Zahnerosionen sind mögliche Manifestationen von gastroösophagealem. Reflux-induzierter Husten scheint eher von Volumen und Dauer des Refluxes als vom pH-Wert bestimmt.

5. Barrett-Ösophagus

6. Funktionelle Refluxbeschwerden

  • Diese Patienten klagen über Sodbrennen, ohne dass ein pathologischer Reflux vorliegt (negative pH-Metrie/Impedanz) oder eine zeitliche Assoziation der Schmerzen mit physiologischen Refluxereignissen besteht
  • Kaum Ansprechen auf PPI-Therapie.

Symptome/Kontext (27)

Symptome

  • Epigastrische Schmerzen, thorakale Schmerzen, Brennen im Rachen, Räuspern, Sodbrennen, bitterer Geschmack, Husten, Asthma. All diese Symptome sind aber weder spezifisch noch hochsensitiv für eine Refluxerkrankung
  • Häufiger oder aggraviert: Nach Kaffee, Alkohol, frittierten Lebensmitteln, Asthmamedikation, durch postprandiales Hinlegen, Übergewicht
  • Schluckstörung, Dysphagie, Bolusereignisse (insb. bei jungen Männern und Atopikern) sind nicht typisch für eine unkomplizierte GERD –> endoskopischer Ausschluss z. B. einer eosinophilen Ösophagitis, einer peptischen Stenose oder eines Malignoms erforderlich!
  • Alarmzeichen: Erstmanifestation jenseits des 45. Lebensjahres, Eisenmangel, Gewichtsverlust, frühes Sättigungsgefühl, Erbrechen.

Verlauf

  • Oft episodisch: Aus unklaren Gründen für Tage/Wochen schlimmer, spontan aber auch wieder besser. –> Deshalb können Therapiepausen bei Beschwerdefreiheit unter PPI-Therapie sinnvoll sein, um ein solches Fenster zu entdecken und dann ggfls. die Medikation zu reduzieren/stoppen.

Diagnostik

  • Typische Symptome, das Fehlen von Alarmsymptomen und Differentialdiagnosen sowie ein promptes Ansprechen auf einen Behandlungsversuch mit PPI machen die Diagnose einer Refluxerkrankung (GERD oder NERD) wahrscheinlich (29, 30)
  • PPI-Trial: Das Ansprechen auf einen 4–8-wöchigen PPI-Behandlungsversuch ist ein einfaches, aber nicht verlässliches Kriterium (Sensitivität: 78 %, Spezifität: 54 %) und kann daher bei unklaren Symptomen nicht als diagnostisches Kriterium genutzt werden.

Wann wird eine apparative Diagnostik (nicht) empfohlen?

  • Bei gelegentlichem blanden situativem Reflux ohne Leidensdruck oder red flags muss ein junger Patient nicht obligat endoskopiert werden –> empirische PPI-Therapie
  • Indexendoskopie: Eine Refluxerkrankung heilt oft nicht einfach aus, weshalb die Aussicht lebenslanger Behandlung mit PPI sowie eine mögliche diagnostische Unsicherheit bei Arzt und Patient eine einmalige (Index)-Endoskopie oft rechtfertigen

    Beachte: Oft beantwortet eine Endoskopie mit Biopsien die differentialdiagnostischen Fragen nach eosinophiler Ösophagitis, Reflux, Barrett, Helicobacter pylori, Ulkus, Malignom, Laktoseintoleranz oder Zöliakie effizienter als wiederholte Konsultationen und eine sequentielle Suche mittels anderer Methoden wie z. B. Serologie, PCR, Funktionstests.

  • Nach mehrjährig bestehenden Refluxbeschwerden und ohne Indexendoskopie sollte mit der Frage nach Barrett-Ösophagus eine Endoskopie durchgeführt werden
  • Bei gesicherter Diagnose und episodisch auftretenden Symptomen ist eine erneute Endoskopie i. d. R. nicht sinnvoll. Allerdings darf man beim alternden Patienten nicht die Möglichkeit einer zwischenzeitlich auftretenden neuen Pathologie (Achalasie, Malignom) vergessen.

Welche apparative Methoden stehen zur Verfügung?

  • Endoskopie: Beurteilung z. B. gemäss Los Angeles-Klassifikation; ggfls. auch mit Essig-Kontrastierung zur Beurteilung der Z-Linie auf Barrett-Mukosa und Dysplasie
  • pH-Metrie: Im Rahmen einer Manometrie, mittels Bravo-Kapsel bei diagnostischer Unsicherheit, ob bei unauffälliger Gastroskopie überhaupt saurer Reflux vorliegt (NERD), ob ein hypersensitiver Ösophagus, ob eine Korrelation von subjektiven Symptomen und Refluxepisoden vorliegen
  • Ösophagus-pH-Manometrie: Bei V. a. Motilitätsstörung, Frage nach Achalasie, Abklärung vor geplanter Refluxchirurgie.

Therapie

Ziele

  • Symptomkontrolle sowie Abheilung von endoskopisch sichtbaren Refluxläsionen, um Komplikationen wie Blutung, Stenose, Karzinom zu verhindern. Neu erzielte Symptomfreiheit ist ein guter Prädiktor für Abheilung
  • Da die Beschwerden sich oft spontan bessern, kann sich insbesondere bei einer NERD die Behandlungsdauer am Verlauf orientieren.

Abbildung 2: Mögliche Verlaufs- und entsprechende Therapieformen der Refluxerkrankung (aus [2])

 

1. Nicht-medikamentöse unterstützende Massnahmen

  • Gewichtsnormalisierung, Vermeiden von Nikotin, Alkohol, Koffein und von Mahlzeiten vor dem Hinlegen
  • Wie schwierig die Umsetzung der allgemeinen Empfehlung des Schlafens mit erhöhtem Oberkörper ist, zeigt ein aktuell beworbenes spezielles Kissen, das zwar anschaulich die Idee hinter der Empfehlung illustriert, aber auch die voluminösen Ausmasse eines solchen „positional therapy device“.

2. Medikamentöse Therapie (32–37)

  • Protonenpumpenhemmer (PPI)
    • Sind die wirksamsten Medikamente zur Behandlung des sauren Refluxes
    • Das Verschreibungsprinzip „Soviel viel wie nötig, so wenig wie möglich“ hat seinen Niederschlag u. a. in der Smarter Medicine-Kampagne gefunden
    • 30–50 % der Verordnungen sind nicht indiziert! (53)
    • Häufig ist nach initial höherdosierter Therapie eine dosisreduzierte Dauerbehandlung zur Erhaltung ausreichend
    • Bei längerer Beschwerdefreiheit sind eine Dosisreduktion und ggfls. ein temporärer Auslassversuch gerechtfertigt, um Phasen spontaner Beschwerdefreiheit nicht zu verpassen
    • Nebenwirkungen: Sind selten. Eine Reihe von aktuell diskutierten potenziellen NW sind von fraglicher Relevanz (49). Es besteht Konsens, dass bei indikationsgerechter Verordnung der klinische Nutzen mögliche Risiken um ein Vielfaches übersteigt (46)
    • Medikamentenwahl: Die pharmakokinetischen Unterschiede verschiedener PPI sind bei Verwendung der Äquivalenzdosen gering und die klinische Relevanz ist nicht gesichert.

Tabelle 2: Standarddosierungen der Protonenpumpenhemmer

 

Pantoprazol

Esomeprazol

Lansoprazol

Omeprazol

Rabeprazol

Standarddosis (mg)

40

20

30

40

20

H2-Blocker

  • Aufgrund der besseren Wirksamkeit, der guten Verträglichkeit und der Preisnivellierung der PPI haben H2-Blocker nur noch einen untergeordneten Platz in der Therapie der Refluxerkrankung (Unverträglichkeit von PPI, nächtlicher Säuredurchbruch?).

Antazida

  • Bei nur sehr sporadischen und kurz auftretenden Beschwerden können Antazida die bessere Substanz sein, da PPI auf die Säurebildung und damit erst auf „die Säure von morgen“ wirken, d. h. „heute Nacht nach Alkohol und üppigem Essen“ noch nicht helfen können
  • Medikamente (Beispiele): Riopan®, Alucol®, Gaviscon®
    • Gaviscon®: Das Algenpräparat könnte als „add on” im Falle von anhaltenden Beschwerden trotz PPI vorübergehend sinnvoll sein (pathophysiologische Idee eines refluxverhindernden Netzes auf der kleinen acid pocket).

Therapie bei verschiedenen Patientengruppen

Patient ohne Alarmzeichen mit typischen Refluxsymptomen und ohne Endoskopie

  • Empirische Therapie mit PPI in einfacher Standarddosis 30 min vor der grössten Mahlzeit über 4 Wochen; maximale Wirkstärke erst nach 5 Tagen erreicht
  • Bei erfolgreicher Therapie Dosisreduktion auf „on demand“ mit halber Standarddosis
  • Bei ungenügender Wirksamkeit nach 4 Wochen (Dauer bis zur Heilung einer allfälligen Ösophagitis) –> Endoskopie
  • Bei ausreichender Wirksamkeit, aber hohem PPI-Gebrauch –> Endoskopie.

Patienten mit Verdacht auf NERD (also nach unauffälliger Endoskopie)

  • PPI in halber Standarddosis
  • Bei mangelndem Ansprechen nach 4 Wochen: Therapieverlängerung, Dosiserhöhung, Präparatewechsel, evt. pH-Metrie zur Diagnosesicherung
  • Bei Ansprechen weitere Therapie „on demand“.

Patienten mit endoskopisch gesicherter erosiver Refluxösophagitis (ERD)

  • Auch endoskopisch eindrucksvolle Schweregrade müssen nicht unbedingt stark symptomatisch sein; eine asymptomatische, aber endoskopisch dokumentierte Refluxösophagitis sollte wie eine symptomatische behandelt werden.

Refluxösophagitis LA-Grad

Behandlungsvorschlag

A/B

  • 4 Wochen PPI in Standarddosis
  • Bei Rezidiven (60–70 % in 6 Monaten) on demand
  • Langzeittherapie mit geringstmöglicher Dosis

C/D

  • 8 Wochen PPI in doppelter Standarddosis
  • Bei Ansprechen step-down-Therapie
  • Ev. Auslassversuch bei stabiler Remission nach 1 Jahr
  • Bei persistierenden Symptomen kann man die Dosis zunächst auf 2 Tabletten tgl. verteilen (bessere Pharmakokinetik), ehe man die Dosis verdoppelt. Symptome können persistieren, obwohl die Ösophagitis selbst abgeheilt ist
  • Will man nach längerer Einnahme von PPI einen Auslassversuch unternehmen, muss man den Patienten auf ein mögliches Rebound-Phänomen hinweisen und die Behandlung ausschleichen (z. B. 40 mg > 20 mg > nur noch alle 2 d > Absetzen).

Barrett-Ösophagus (1, 2)

  • Entscheidend für die Frage, ob und welche Überwachung und Therapie, ist das Vorhandensein von Epitheldysplasien. Eine valide histologische Beurteilung hinsichtlich Dysplasie ist erst nach Abheilung einer oft gleichzeitig vorliegenden Refluxösophagitis möglich (d. h. ggfls. erneute Biopsien nach vorher 4–6 wöchiger hochdosierter PPI-Therapie). Je länger das Barrett-Segment ist, desto mehr Proben muss man entnehmen, um den sampling-error zu minimieren.

Dysplasie?

  • Vorherige PPI-Behandlung, um entzündungsbedingte Veränderungen zu minimieren
  • Hochauflösende Endoskopie, Färbung/Kontrastierung
  • Gezielte Biopsie suspekter Areale, dann Quadrantenbiopsie alle 1–2 cm

Ohne

Indefinite

Mit

  • Erste Verlaufskontrolle nach 12 Monaten
  • Bei fehlendem Dysplasienachweis weitere Kontrollen fraglich (alle 3 J.?)
  • Verlaufskontrolle nach 3–6 Monaten
  • Evaluation durch erfahrenen Referenzpathologen
  • Falls Bestätigung der Dysplasie interventionelles Behandlungsverfahren (EMR, Radiofrequenzablation, Chirurgie)

3. Anti-Reflux-Operation

  • Aufgrund der Überlappungen mit funktioneller Dyspepsie und der an sich guten medikamentösen Behandelbarkeit nur im Ausnahmefall nach umfassender Diagnostik mittels Endoskopie/Bildgebung/pH-Manometrie sinnvoll; nur in einem Zentrum mit sehr hoher Expertise.

4. Ulkuskrankheit und H. pylori-Infektion (38)

Ursachen/Prävalenz

Ulkus

  • Hauptursachen: HP-Infekt und NSAR/ASS, insbesondere in Kombination mit (evtl. auch als Depotpräparat injizierten) Steroiden. Seltener sind: Magenkarzinom, MALT-Lymphom, M. Crohn, eosinophile Gastritis, SSRI-Medikation
  • Rund 25 % aller Patienten, die dauerhaft NSAR einnehmen, entwickeln GI-Ulzera, bei 2–4 % davon kommt es im Verlauf zu einer Blutung oder Perforation
  • Kommt es bei Hochrisikopatienten unter konventionellen NSAR zur einer Ulkusblutung wird (wenn der Verzicht auf NSAR nicht möglich ist) der Wechsel auf ein Coxib empfohlen, deren Vorteile jedoch nicht unumstritten sind (50).

H. pylori-Infektion

  • Die Übertragung der HP-Infektion erfolgt von Mensch zu Mensch (oral-oral, gastral-oral, fäkal-oral) und dies meist im frühen Lebensalter. Echte „Reinfektionen“ nach erfolgreicher Eradikation sind möglich, aber selten, d. h. zwischenzeitlich war der HP-Test z. B. wegen konkomittierender PPI-TX falsch negativ. Die HP-Prävalenz variiert mit ethnischer Zugehörigkeit, Ort des Aufwachsens (Nord-Süd-Gefälle), sozioökonomischem Status und Alter (z. B. Nigeria 88 %, Mittelmeerländer und Portugal 70 %, Deutschland 35 %, Schweiz 19 % (47)
  • Die meisten Patienten mit duodenalem und viele mit gastralem Ulkus haben eine HP-Infektion, aber nur 10 % aller HP-Infizierten entwickeln ein Ulkus
  • Bei HP-Infekt beträgt die Lifetime-Prävalenz für ein Ulkus 10 %.

Symptome

  • Dyspeptische Beschwerden (klinisch keine sichere Abgrenzung von nicht-ulzerogener Dyspepsie möglich)
  • Etwa 1/3 der Ulzera sind asymptomatisch, 40–80 % der blutenden Ulzera haben keine vorausgehenden Dyspepsie-Beschwerden („silent ulcus“).

Diagnostik

  • Die Auswahl des Testverfahrens für eine HP-Infektion hängt vom Kontext ab; Stuhltest und Histologie dürften die sinnvollsten Methoden sein
  • Die Sensitivität aller Testverfahren wird beeinträchtigt durch eine vorangegangene oder laufende PPI-TX, da bereits diese alleine das Wachstum von HP hemmen
  • Falsch negative Ergebnisse können auftreten bei Testung innert sechs Wochen nach Eradikationsbehandlung, manifester GI-Blutung, St. n. Magenteilresektion, Mukosaatrophie, intestinaler Metaplasie, Neoplasie.

Tabelle 3: Verschiedene Testverfahren zum Nachweis einer Helicobacter pylori-Infektion

 

Vorteil

Nachteil

Stuhltest (monoklonaler AK, PCR)

Einfach, schnell, robust

 

Manche Patienten haben Aversion gegen eine Stuhlprobe

Atemtest

"Sauber"

> 30 min Dauer, fehleranfällig,
Instruktionsaufwand bei Patient und Personal

Serologie

Jemals Kontakt mit HP?

Keine Aussage über aktuellen Infektionsstatus

Histologie

Goldstandard

Nur durch ÖGD

Kultur

Zur Resistenztestung nach mehrfachem Therapieversagen

Methodisch aufwändig und fehleranfällig

  • Zur Kontrolle des Eradikationserfolgs sollten 4 Wochen Abstand zum Ende der Antibiotika-Therapie eingehalten werden. Die an sich bei > 85–95 % liegende Sensitivität der Methoden ist unter etablierter PPI-Therapie reduziert, daher Diagnostik erst zwei Wochen nach PPI-Stop
  • Indikation Endoskopie (Ulkus-Abklärung)
    • Primäre Endoskopie ist indiziert bei: höherem Lebensalter, belastende Familienanamnese, Gewichtsverlust, GI-Blutung, Dysphagie, Erbrechen, Malignomverdacht
    • Vorteile einer ÖGD: „Breitspektrumdiagnostik“ betreffend Reflux, Gastritis, Ulkus, HP, Zöliakie, Laktose-Intoleranz, Malignom und – mit der Beendigung diagnostischer Ungewissheit – Beruhigung von Arzt und Patient.

Therapie

  • Möglichkeit eine allfällige ASS-/NSAR-/Cox-2-Hemmer-/Steroid-Behandlung ab-/umzusetzen?
  • PPI-Dauertherapie, falls ASS/Clopidogrel-Cotherapie unverzichtlich
  • HP-positives Ulkus: Eradikationstherapie (s. u.); bei Magenulkus PPI für 8 Wochen und endoskopische Kontrolle
  • HP-negatives Ulkus: PPI (nach 8 Wochen heilen 90 % aller Ulzera ab, NSAR bedingte Duodenalulzera etwas schneller als Magenulzera).

Nachkontrollen

  • Beim Magenulkus sollte nach Behandlung in der Regel eine endoskopische Kontrolle erfolgen, da auch bioptisch primär nicht maligne erscheinende Befunde in 5 % maligne sein können (41)
  • Symptomfreiheit garantiert keine Ulkusabheilung; bei bis zu 40 % der Patienten bleiben nach endoskopischer Ulkusheilung persistierende Symptome; bei 15–40 % der symptomfreien Patienten lassen sich in der Endoskopie Ulkuskrater feststellen (42).

H. pylori-Eradikation

Indikationen:

"Soll"-Indikation

"Kann"-Indikation

  • Magen- oder Duodenalulkus
  • Dauertherapie ASS/NSAR
  • Blutung nach ASS/NSAR
  • Maligne Magenerkrankung (Karzinom, MALT)
  • Idiopathisch thrombozytopene Purpura
  • Lymphozytäre Gastritis
  • M. Ménétrier
  • Karzinomprophylaxe bei Risikopatienten
  • Asymptomatische HP-Gastritis
  • Funktionelle Dyspepsie
  • Anders nicht erklärbarer Eisenmangel

Praktische Hinweise:

  • Die Erfolgsrate des verwendeten Schemas sollte > 80 % liegen, die Rate schwerwiegender UEW < 5 %
  • Die Compliance der Einnahme ist für den Behandlungserfolg entscheidend. Ein konsequent eingenommenes 7-tägiges Regime kann so effektiv wie ein 14-tägiges sein, bei dem „hin und wieder" Tabletten vergessen werden
  • Da die Behandlung nicht dringend ist, kann man den Beginn beruflichen und privaten Plänen des Patienten anpassen (z. B. um Einnahmeunregelmässigkeiten während einer Urlaubsreise oder ein Absetzen wegen vermeintlicher UEW zu vermeiden)
  • Bei der Auswahl des ersten Regimes sollte man bisherige Antibiotika-Exposition und Herkunft des Patienten (und damit die Wahrscheinlichkeit für bereits bestehende HP-Resistenzen) berücksichtigen, z. B. kein Clarithromycin-haltiges Regime, wenn der Patient zuvor wegen eines Atemwegsinfekt ein Makrolid bekommen hat
  • Die PP Isollten ca. 30 min vor dem Essen eingenommen werden, die Antibiotika können der besseren Verträglichkeit wegen nach den Mahlzeiten eingenommen werden
  • Entschliesst man sich zur Behandlung mit der Bismut-Quadrupeltherapie sollte man den Patienten auf die hohe Tabletten-Anzahl (insg. 140 Stk.) hinweisen, die aber nicht mehr UEW machen
  • Begleitend zur Antibiotika-Therapie kann man ein Probiotikum (Lactobacillus-Spezies) geben, um die Verträglichkeit zu verbessern (51).

 Tabelle 4: Eradikationregime für H. pylori

Indikation

Regime

Mo/Mi/Ab/Nacht

Erstlinientherapie

Italienische Tripeltherapie für 7–14 d

 
 
  • Pantoprazol 40 mg
  • Clarithromycin 500 mg
  • Metronidazol 500 mg

1–0–1
1–0–1
1–0–1

 

Französische Tripeltherapie für 7–14 d

 

 

  • Pantoprazol 40 mg
  • Clarithromycin 500 mg
  • Amoxicillin 1’000 mg

1–0–1
1–0–1
1–0–1

 

Fluorchinolon-Tripeltherapie für 10 d

 
 
  • Pantoprazol 40 mg
  • Amoxicillin 1’000 mg
  • Levofloxacin 500 mg

1–0–1
1–0–1
1–0–1

Zweitlinientherapie

Bismut-haltige Vierfachtherapie (z. B. Pylera®, bei dem die drei antibiotischen Wirkstoffe [Bismut 140 mg, Tetrazyklin 125 mg, Metronidazol 125 mg] in einer Tablette verkapselt sind) für 10 d

 
 
  • Pantoprazol 40 mg
  • Pylera® 4 x 3 Tbl./d

1–0–1–0
3–3–3–3

Drittlinientherapie

Resistenztestung und Absprache mit Gastroenterologe/Infektiologe

 

Hinweis: Anstelle von Pantoprazol können auch andere PPI in doppelter Standarddosis eingesetzt werden (s. o.).

Wichtig: Nachkontrolle auf Eradikationserfolg

  • Der Eradikationserfolg muss überprüft werden: beim Magenulkus z. B. im Rahmen der Kontrollendoskopie, beim Duodenalulkus mittels Stuhltest (Cave: mind. 2–4 Wochen Abstand zum Therapieende einhalten).

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6. Impressum

Diese Guideline wurde im Juni 2018 aktualisiert. © mediX schweiz

Herausgeber: 
Dr. med. Felix Huber

Redaktion (verantw.):
Dr. med. Uwe Beise

Autoren: 
Dr. med. Markus Fliegner
Dr. med. Felix Huber
Dr. med. Uwe Beise

Rückmeldungen bitte an: uwe.beise_at_medix.ch

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