Was bringen Check-ups?

Erstellt von: Peter KnöpfelZuletzt revidiert: 10/2016 Letzte Änderung: 10/2016

Unter Check-up versteht man eine periodische Allgemeinuntersuchung bei Menschen, die sich gesund fühlen. Ziel ist die Früherkennung bislang symptomloser Krankheiten, das Aufspüren von gesundheitlichen Risikofaktoren und verhaltensbedingten Gefährdungen.

Check-up-Untersuchungen sind zunehmend beliebt. Allerdings müssen auch sie auf ihren Nutzen und Schaden geprüft und hinterfragt und die PatientInnen entsprechend beraten werden.

Forscher des renommierten Kopenhagener Cochrane Zentrums haben einschlägige Studien ausgewertet, um Nutzen und Risiken von Check-ups zu ermitteln. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit präsentieren wir Ihnen in den nachfolgenden Darstellungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar

Regelmässige Check-up-Untersuchungen scheinen nur von sehr begrenztem Nutzen zu sein. Allerdings geben die Studien wahrscheinlich die Möglichkeiten der Vorsorge nicht ganz zutreffend wieder. So ist bekannt, dass bevorzugt Personen an Check-ups teilnehmen, die insgesamt gesundheitsbewusster leben und von vornherein geringere Gesundheitsrisiken mitbringen.

Check-up-Untersuchungen können auch negative Effekte haben, wie Überdiagnose, Überbehandlung, Auslösen von Angst und Unsicherheit. Diese negativen Folgen wurden in den bisherigen Studien kaum untersucht.

Ein ausführliches Gespräch und eine gründliche Untersuchung bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt können manchmal ein gesundheitliches Risiko (-verhalten) bewusst machen. Auch kann es für die Zukunft hilfreich sein, wenn Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin mit Ihrer persönlichen und medizinischen Vorgeschichte gut vertraut ist. Dazu braucht es keine teuren apparativen Untersuchungen. Wann und bei wem welche Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind, haben wir in unserem mediX Gesundheitsdossier Check-up aufgelistet.

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