Prostatakrebs-Früherkennung mittels PSA-Bestimmung

In der Schweiz werden pro Jahr ca. 5'700 Männer mit Prostatakrebs diagnostiziert. Mit rund 1'300 Todesfällen pro Jahr ist Prostatakrebs die zweithäufigste Krebstodesursache beim Mann. Mit der Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens («PSA-Wert») besteht die Möglichkeit, ein Prostatakarzinom frühzeitig zu erkennen. Doch wie steht es um den tatsächlichen Nutzen und die Risiken der Prostatakarzinom-Früherkennung?

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Kommentar

Das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein im Blut messbares Eiweiss, das bei Vorliegen eines Prostatakrebses erhöht sein kann. Allerdings ist PSA nicht spezifisch für Prostatakrebs: PSA-Erhöhungen finden sich oft auch bei Entzündung oder gutartiger Vergrösserung der Prostata. In bis zu 80 Prozent der Fälle steckt hinter einem erhöhten PSA-Wert kein Krebs («Fehlalarm»). Die Folge sind eine Vielzahl von unnötigen Biopsien (Gewebeentnahmen) ohne Krebsnachweis.

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